
Nachdem ich Willi Schmitts «Momberg, eine Chronik» erhalten hatte, schrieb ich an den Magistrat der Stadt Neustadt (Hessen) und fragte, ob das vom verstorbenen Autor gesammelte Material in einem Archiv aufbewahrt werde. Die Stadtbehörde leitete meine E-Mail an Kunibert Schmitt (keine Verwandtschaft zu Willi) weiter, der sich daraufhin bei mir meldete. Er hat die Rolle des Dorfchronisten übernommen. Als ich ihm erzählte, nach welcher Familie ich forsche, schickte er mir unter anderem dieses Foto vom 1818 erbauten Sterbehaus meiner Ur-ur-ur-Grossmutter Frommet Blumenfeld-Isenberg.1
Dem Sterberegister ist zu entnehmen, dass das Haus Nummer 105 beim Tod meiner Urururgrossmutter ihrem Sohn Abraham gehörte.2 Die damaligen Dimensionen des Hauses werden im Brand-Versicherungs-Kataster, der wahrscheinlich zwischen 1855 und 1865 entstanden ist, angegeben. Das Haus war 8,7 m lang und 6,9 m breit.3 Später erhielt das Haus einen Anbau, der auf dem untenstehenden Foto zu sehen ist.


Diese Gebäudegruppe – Kirche, altes Schulhaus, Haus Nummer 105 – wählte der Momberger Künstler als Sujet für das Bild, das das Windlicht ziert, das zum 800. Dorfjubiläum produziert wurde. Cousin Jim Bloomfield und ich erhielten je ein Exemplar als Begrüssung von Frank Nühs bei unserer Ankunft in Momberg. Wir schauten das Geschenk noch an, als unser «Dorfführer» auf das Haus Nummer 105 zeigte: «Und so sieht es heute aus.»

